Otfried Preussler

Otfried Preussler

Geboren am 20. Oktober 1923 in Reichenberg (heute Liberec) in Nordböhmen

Sein Vater war Hilfsschullehrer, die Mutter Fachlehrerin für Deutsch und Geschichte. Nach seinem Abitur wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Als 21-jähriger Leutnant geriet er 1944 für fünf Jahre in russische Kriegsgefangenschaft. Nach dem Krieg wurde er selber Volksschullehrer und später Rektor.
"Der kleine Wassermann" (1956) hiess sein erstes Buch mit der er das junge Publikum erfreute und der Erfolg wollte kein Ende nehmen. "Die kleine Hexe" musste 1957 dringend erfunden werden, weil Preusslers kleine Töchter aus lauter Angst vor den bösen Hexen nicht einschlafen konnten. Da musste erzählt werden, warum es gar keine bösen Hexen mehr gibt. 1966 erblickte "Das kleine Gespenst" das Licht der Welt.
Gleich zwei Mal erhielt Preussler den Deutschen Jugendliteraturpreis, 1962 für die deutsche Nacherzählung des tschechischen Klassikers "Kater Mikesch" und 1972 für "Krabat". Aber wenn auch weitere Auszeichnungen folgten, blieb Preussler in den siebziger Jahren nicht von jener Kritik verschont, die so manchem Autor, der wie er mit der nötigen Rücksicht auf die Sehnsucht von Kindern nach einer heilen, harmonischen Welt glatt die Lust am Schreiben hätte vergällen können.
Preusslers bekanntestes Buch ist sicher "Der Räuber Hotzenplotz" (1962), dessen Weltauflage in fast 50 Sprachen etwa 40 Millionen Exemplare umfasst. Die Kinderreaktionen auf diese Geschichte führten schliesslich 1969 zum zweiten Teil "Neues vom Räuber Hotzenplotz". Und weil Preussler vergessen hatte, den in ein Krokodil verwandelten Dackel Wasti wieder zurück zu verzaubern, musste auch noch ein dritter Teil geschrieben werden.

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Peter Rothlin